Aktuelles - Murtaler Boden
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Ausgangspunkt der Initiative ist die zentrale Bedeutung intakter Bodenfunktionen für die Zukunftsfähigkeit der Region. Trockenperioden, Wetterextreme, Bodenversiegelung, Erosion und der Verlust fruchtbarer Böden zeigen immer deutlicher, wie eng Landwirtschaft, Wasserhaushalt, Klima, regionale Wertschöpfung und Lebensqualität miteinander verbunden sind.

Auch auf europäischer Ebene rückt das Thema Bodengesundheit zunehmend in den Fokus. Mit der Mission „A Soil Deal for Europe“ verfolgt die Europäische Union das Ziel, gesunde Böden als Grundlage für Ernährungssicherheit, Klimaresilienz und lebenswerte Regionen langfristig zu stärken. Projekte wie „Murtaler Boden“ zeigen, wie diese Zielsetzungen regional konkret aufgegriffen und umgesetzt werden können.

„Ohne gesunden Boden ist keine resiliente Region denkbar“, sagt Bruno Aschenbrenner, Obmann der innovationsRegion Murtal. „Böden sichern regionale Lebensmittelproduktion, regulieren Wasser, fördern Biodiversität und leisten einen wesentlichen Beitrag zur langfristigen Zukunftsfähigkeit unserer Region.“

 Foto in Mitten des Gemüsefeldes

 

Das Leitbild wurde von beyond_Mosauf im Auftrag der innovationsRegion Murtal entwickelt. Bodengesundheit wird dabei nicht ausschließlich als Thema der Landwirtschaft verstanden, sondern als gemeinsame Aufgabe von Politik, Wirtschaft, Bildungseinrichtungen und Bevölkerung.

Der Ansatz ist bewusst praxisnah und umsetzungsorientiert: Unterschiedliche Bereiche wie landwirtschaftliche Produktion, Wasserhaushalt, Klima, Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklung werden nicht getrennt betrachtet, sondern als miteinander verbundenes regionales System verstanden.

Ziel von „Murtaler Boden“ ist es, ein gemeinsames regionales Bewusstsein für den Wert gesunder Böden zu stärken und daraus konkrete Kooperationen und Projekte entstehen zu lassen. Landwirtschaftliche Betriebe, Gemeinden, Unternehmen, Bildungseinrichtungen und engagierte Menschen aus der Region sollen ihre Erfahrungen, Perspektiven und Ideen aktiv einbringen und gemeinsam wirksame Lösungen entwickeln.

„Mit Murtaler Boden möchten wir unterschiedliche Akteur:innen zusammenbringen und neue Kooperationen rund um regionale Zukunftsfähigkeit ermöglichen“, betont Christian Reiner, Geschäftsführer der innovationsRegion Murtal. „Das Projekt versteht sich als offener Lern- und Entwicklungsprozess für die Region.“

                                                 Gruppenfoto

In einer ersten Phase setzt das Projekt auf regionale Vernetzung, Wissensaustausch und konkrete Pilotprojekte. Geplant sind unter anderem Modellflächen, Bildungsformate, Veranstaltungen in der Region sowie Projekte rund um Bodengesundheit, regionale Wertschöpfung und regenerative Entwicklung. Dazu zählen beispielsweise Beetprojekte mit Schulen und Kindergärten, Betriebsgärten als Lernorte, Farm-to-Table-Veranstaltungen, Bodenworkshops, Gemeinschaftsgärten sowie Pilotflächen für regenerative Landwirtschaft und Agroforstsysteme. Gleichzeitig sollen neue Austausch- und Beteiligungsformate entstehen, die Menschen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenbringen und Bodengesundheit im Alltag sichtbar und erlebbar machen.

Der Kreislaufhof Mosauf wurde als Veranstaltungsort bewusst gewählt. Der Hof zeigt beispielhaft, wie regenerative Landwirtschaft, regionale Lebensmittelproduktion und neue Formen der Zusammenarbeit bereits heute praktisch umgesetzt werden.

Der Pop-up-Store am Kreislaufhof soll künftig auch als offener Treffpunkt für alle interessierten Menschen aus der Region dienen. Neben regionalen Lebensmitteln sollen dort Austausch, Vernetzung und Gespräche rund um Bodengesundheit, Ernährung, Landwirtschaft und Innovation im Murtal einen Platz finden.

„Viele Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nicht isoliert lösen. Es braucht neue Formen der Zusammenarbeit sowie Räume, in denen mutig ausprobiert, umgesetzt und gelernt werden kann“, sagt Martina Galler von beyond_Mosauf. „Mit Murtaler Boden möchten wir ein Pionierökosystem für die Region wachsen lassen. Vom Boden her zu denken bedeutet für uns, Ernährung, Klima, regionale Wertschöpfung und gesellschaftliche Entwicklung gemeinsam in den Blick zu nehmen.“

Weißkirchens Bürgermeister Markus Tafeit nennt ein konkretes Beispiel: "Für Koummunen ist die Oberflächenentwässerung ein zentraler Punkt. Wir reden immer von Ableitungen, von teuren Verbauungen, um gegen Unwetter gerüstet zu sein. Ein gesunder Boden kann aber viel mehr Wasser aufnhmen, das ist ein riesiges neues Potenzial für uns."

Interessierte Organisationen, Betriebe und Menschen aus der Region sind eingeladen, sich aktiv im Netzwerk einzubringen.

 

Kontakt:

Regionalentwicklungsverein
LEADER-Region innovationsRegion Murtal
GF Christian Reiner
Holzinnovationszentrum 1a
8740 Zeltweg

Tel: 0664/969 03 68

office@iRmurtal.at
www.iRmurtal.at

 

beyond_Mosauf
Mag. Martina Galler
Systemische Beratung
0699/174 88 747
martina@beyondmosauf.at
www.beyondmosauf.at

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